Beratungshilfe

Sofern keine Rechtsschutzversicherung besteht oder der Rechtsfall aus anderen Gründen nicht unter Versicherungsschutz steht, haben Sie im außergerichtlichen Bereich die Möglichkeit, Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen. Die Beratungshilfe ist eine staatliche Sozialleistung für den Rechtsuchenden, der die Kosten für die Beratung oder Vertretung durch einen Rechtsanwalt nicht aufbringen kann und dem keine andere zumutbare Möglichkeit für eine Hilfe zur Verfügung steht.

Die Beratungshilfe ist von dem Rechtssuchenden beim Amtsgericht seines Wohnsitzes zu beantragen. Bei der Antragstellung sind Unterlagen vorzulegen, aus denen sich ein konkretes Rechtsproblem ergibt, sowie laufende Einkommens- und Ausgabennachweise zu erbringen. Über den Antrag auf Gewährung von Beratungshilfe entscheidet der Rechtspfleger regelmäßig sofort.

Der Rechtsanwalt erhält dann vom Rechtssuchenden eine Gebühr von lediglich 15,00 € (seit dem 01.08.2013) und wird im Übrigen für seine Tätigkeit aus der Staatskasse vergütet.

Ein Antragsformular zum Download im PDF-Format erhalten Sie unter Formulare.

Das höchste Gut und Übel

Ich wusste wohl, mein Brutus, dass, als ich das, was die geistreichsten und gelehrtesten Philosophen in griechischer Sprache behandelt hatten, in lateinischer wiedergab, meine Arbeit mancherlei Tadel finden würde.

Denn manchen und nicht gerade ungelehrten Männern gefällt das Philosophiren überhaupt nicht; andere wollen eine mässige Thätigkeit hier wohl gestatten, aber meinen, dass man nicht so grossen Fleiss und so viele Mühe darauf verwenden dürfe.

Auch giebt es Männer, die, mit den Schriften der Griechen vertraut, die lateinischen verachten und sagen, dass sie ihre Mühe lieber auf jene verwenden mögen. Endlich werden auch Einige mich vermuthlich an andere Wissenschaften verweisen, weil diese Art von Schriftstellerei, trotz des Scharfsinns, doch nach ihrer Meinung meiner Person und Würde nicht gezieme.